Vielen Dank für das PolitCamp 2009 in Berlin!

slobo_by_jan_boelscheDer Web-Gemeinde ist Sascha Lobo gut bekannt. Da bedarf es eigentlich keiner genaueren Vorstellung. Dennoch einen Auszug:

Mein Name ist Sascha Lobo. Ich bin Autor, Blogger, Microblogger und Strategieberater mit den Schwerpunkten Internet und Markenkommunikation. Ab und zu halte ich Vorträge oder nehme an Podiumsdiskussionen teil. Außerdem engagiere ich mich politisch in verschiedenen Gremien, etwa dem Online-Beirat der SPD…

Wir freuen uns sehr auf die Zusage von Sascha Lobo und freuen uns auf viele spannende Diskussionen.

Fotoquelle: Jan Bölsche

Das Politcamp09 wird ehrenamtlich organisiert und betreut. Aber leider lässt sich so eine Veranstaltung nicht kostenlos realisieren, so dass wir einen Preis von 20 Euro pro Teilnehmer erheben. Das klingt nach nicht viel Geld für zwei Tage, aber immerhin kommen dann oft noch Anfahrt und Unterkunft hinzu.

Aus diesem Grund vermitteln wir Ticket-Patenschaften, um so Menschen (Erwerbslose, Schüler etc) die Teilnahme zu erleichtern für die auch 20 Euro eigentlich zu viel sind.

Interesse? Sowohl den Ticketpreis erlassen zu bekommen, als auch als Ticket-Pate einzuspringen?

Bitte meldet Euch unter folgender E-Mail Adresse: patenschaft@politcamp09.de

Kleingedrucktes: Wir werden im Einzelfall prüfen, ob eine Ticket-Patenschaft Sinn macht und in Frage kommt. Wir vertrauen aber hauptsächlich darauf, dass die Anfrage berechtigt ist. Auch werden wir ein gewisses Ticketkontigent für diese Anfragen frei halten.

Ein kurzer Zwischenstand um Euch über die Planungen auf dem Laufenden zu halten.

Die Planungen gehen gut voran. Sogar besser als ursprünglich erwartet. Es sind noch zwei gute Monate bis zum Politcamp09 und wir haben die Locationfrage so gut wie gelöst. Auch das Catering steht schon auf guten Beinen. Dies wird aller Wahrscheinlichkeit nach von Subways realisiert. Neben den üblichen Sandwiches (auch für Vegetarier und Veganer) gibt es noch Muffins und Cookies als Nachtisch oder kleine Leckerei zwischendurch.

Die Kaffeeversorgung geht auch seine Wege. Ein in der Barcamp-Szene gute bekannter Sponsor beteiligt sich auch bei uns und ist schon bei der Planung wie und wo der Stand steht. Das hängt natürlich auch mit der Location zusammen, aber wie gesagt – auch da nähern wir uns einem guten Ergebnis.

Sponsoren werden natürlich weiterhin gesucht, auch wenn wir inzwischen zwei sehr gute und passende Partner gefunden haben. Finanziell steht die Veranstaltung aber schon jetzt auf soliden Beinen.

Um interessante Teilnehmer müssen wir uns glaube ich am wenigsten Sorgen machen. Es haben sich aus allen Parteien namenhafte Teilnehmer angekündigt. Auch aus der Web-Szene sind eine Menge bekannte Gesichter schon jetzt dabei.

So viel erst einmal als aktuellen Zwischenstand.

25dx3278-cVon allen Parteien, die in diesem Jahr in den Bundestagswahlkampf ziehen, sind es wohl die Grünen, die die größten Hoffnungen auf das Internet setzen: Fast 90 Prozent ihrer Anhänger sollen im Netzunterwegs sein, in den sozialen Netzwerken wie Twitter und Facebook sind Grüne überproportional stark vertreten.

Wie wollen die Grünen im Netz Wähler erreichen, Unterstützer mobilisieren und Spenden sammeln? Darüber kann Robert Heinrich aus der grünen Wahlkampfzentrale Auskunft geben. Heinrich ist seit Anfang 2007 Leiter der Öffentlichkeitsarbeit und für den Onlinewahlkampf zuständig. Von 2003 bis 2007 leitete der studierte Politikwissenschaftler das Büro der politischen Geschäftsführerin und Wahlkampfleiterin Steffi Lemke.

guido2grau_180x240In einer repräsentativen Demokratie wie unserer muss sich jeder Politiker und jede Partei wo immer es geht dem Bürger öffnen. Sie sind die gewählten Repräsentanten, sie sollten aktiv Meinungen einholen, bevor sie im Bundestag abstimmen. Sie sollten sich aber auch nach jeder Entscheidung gegenüber ihren Wählern rechtfertigen können. Plattformen, die die Entscheidungen einzelner Abgeordneter im Bundes- oder Landtag transparent machen gibt es. Plattformen, die die Kommunikation zwischen Bürgern und Politikern stiften gibt es auch, aber wo sind die jenseits des Wahlkampfs von Politikern initiierten Mitmach- und Kommunikationsangebote – außer Foren auf den Parteiwebseiten oder seltene Auftritte in moderierten Chats?

Für mich ist in diesem Zusammenhang das Internet von zentraler Bedeutung. Hier kann many2one Kommunikation realisiert werden.
Nicht nur für viele Bürger scheinen sich die Errungenschaften der Demokratie auf das Wählen seiner Repräsentanten zu reduzieren. Es gibt jedoch bei aller Politikverdrossenheit einen riesigen Beteiligungsbedarf außerhalb der parteilichen Organisationen.

Ich erwarte vom politcamp09 einen Austausch mit den Repräsentanten unserer Demokratie darüber wie sie sich selbst dem diskursiven Prozess stellen wollen. Wer das nicht will, der sollte nicht gewählt werden. Mir ist auch wichtig, dass es nicht nur das politcamp09 sondern auch ein politcamp10 geben muss, dann, wenn nicht gewählt wird, dann wenn die Bürger keine Wahl mehr haben.

ecampaigning_vortrag_webmonday_mai2008Das Superwahljahr 2009 bestimmt das politische Denken und Handeln in diesem Jahr. Unter dem Eindruck von Obama und nicht zuletzt auch dem Wahlkampf in Hessen setzt damit das politcamp09 den richtigen Fokus: Was erwartet uns im politischen Netz im Jahr 2009? Damit leistet das politcamp09 einen wichtigen Beitrag, da immer noch nicht klar ist, was eigentlich vom Obama Wahlkampf übrig bleibt, wenn wir uns im deutschsprachigen Netz bewegen. Die “Machtressource Internet” stößt allzu oft noch auf Vorbehalte, Befürchtungen eines Kontrollverlustes in der Kommunikation halten viele Politiker noch vom Online-Dialog ab.
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n1146271812_2541Der Politiker, die User und das Web 2.0

Was wird uns das politcamp09 bringen? Mit welchen Erwartungen gehe ich dort hin? Nun, zunächst freue ich mich darüber, eine große Anzahl interessanter Menschen zu treffen. Die Teilnehmer kommen aus den unterschiedlichsten Gründen zum politcamp09. Blogger, Twitterer, Parteimitglieder, PR- und Kommunikationsprofis. Die Mischung verspricht das Barcamp abwechslungsreich und innovativ zu gestalten. Wie werden die Parteien mit den neuen Möglichkeiten im Netz umgehen? Suchen sie den direkten Dialog mit den Wählern oder nutzen Sie die unterschiedlichen Plattformen nur zur Verteilung von Pressemitteilungen und zur Mobilisierung von Mitgliedern? Verstehen die Parteien das Web 2.0 mit seinen Stärken und Schwächen und können es für sich nutzen?

Interessant wird sein, wie die Nutzer die Aktivitäten der Parteien beurteilen. Ist das Engagement der Parteien ausreichend und sind sie glaubwürdig. Werden die User im Superwahljahr 2009 die Politik durch das Internet in ihren Wahlkampagnen beeinflussen können?
Obama. Können wir, die Parteien, von seiner Kampagne, seiner Bewegung lernen und was können wir für Deutschland umsetzen, was nicht? Was können wir aus den Fehlern der amerikanischen Kampagne lernen.

Diese und weitere Fragen werden uns während des politcamp09 begleiten. Ich freue mich im bescheidenen Maß an der Veranstaltung mitwirken zu können und bin der festen Überzeugung, dass die Erkenntnisse der Diskussionen in die Wahlkämpfe und in die politische Kommunikation allgemein in 2009 einfließen werden.

Wir sehen uns beim Politcamp09.

cbmbc09Ich halte das für eine sehr wichtige Veranstaltung vor dem Hintergrund der anstehenden Bundestagswahl im September. Vielleicht die wichtigste BarCamp Veranstaltung dieses Jahr in Deutschland überhaupt. Erwartet werden eine sehr grosse Anzahl von Teilnehmern in der Hauptstadt. Das Interesse der Parteien und politischen Organisationen ebenfalls daran aktiv teilzunehmen und mitzuwirken ist sehr hoch. Viel Politprominenz hat sich schon angekündigt. Gut 170 Tickets mit einer sehr geringen Teilnahmegebühr sind schon verkauft. Über einen Veranstaltungsort wird noch verhandelt. Es wird eine grosse Veranstaltung werden mit mehreren hundert Teilnehmern.

Politiker und Parteien in Deutschland sind zwar immer noch fasziniert vom Webwahlkampf eines Obama in den USA, ihnen fehlt aber noch der Mut, das Web als Chance zu verstehen, was sich nach der PC09 hoffentlich ändern wird. Die Bürger machen es ihnen ja schon längst vor wie das geht. Gerade die jüngeren.

Was erwarte ich von einem Politcamp09 in Berlin?

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